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Mein erster Schritt in Richtung Medizin

15. Jan 2017 | Niemand mag Streber

Ich denke, dass sich jeder ein Mal fragt – der eine früher, der andere später – ob das, was man derzeit mit dem eigenen Leben anstellt, tatsächlich das Richtige ist. Egal ob beruflich oder privat. Vor geraumer Zeit kam mir manch wohl durchdachte Entscheidung, plötzlich verkehrt vor. Ich fühlte mich nicht am rechten Fleck und so fing ich an, meine Wirklichkeit ohne Rücksicht auf Verluste aufzuräumen. Oder wie meine Umwelt es trefflich zu formulieren wusste:

Ich begann mein Leben auf den Kopf zu stellen.

Die letzten Jahre meines Daseins habe ich in der Medienwelt verbracht und mich hier ganz gut aufgehoben gefühlt. Allein der Gedanke an meine Arbeit und Kollegen, hat mir Freude bereitet. Folglich steckte ich die vielen Überstunden ebenso locker weg, wie die unzähligen unbeantworteten SMS meiner Freunde, in denen sie sich wiederholt erkundigten, wie es mir geht und wann wir uns demnächst mal wieder treffen könnten. Mitte 2014 legte sich dann schlagartig ein Schalter um, mein Herz schrie nach Freiheit und schon kurz darauf saß ich mit gepackten Koffern am Berliner Flughafen und machte mich auf in Richtung Zukunft. Zumindest dachte ich das in jenem Moment, wie ich die Maschine betrat, aber dazu erzähle ich Euch ein anderes Mal mehr.

Biologie gehörte bereits in der Schule zu einer meiner großen Leidenschaften.

Direkt nach meinem Abitur hatte mein Numerus Clausus für die Immatrikulation zum Medizinstudium leider nicht gereicht. Chancen der Notenverbesserung wie den HAM-Nat oder TMS gab es damals bedauerlicherweise noch nicht. In den darauf folgenden Jahren, habe ich meinen Traum vom Doktortitel nie ganz vergessen können. In diesem Sinne blieb er brav und friedlich, wenn auch beharrlich, in meinem Hinterkopf sitzen und wartete indes darauf, endlich den richtigen Moment abzupassen, um aus seinem Schmollwinkel herauszukommen.

Auf meiner Weltreise wurde die Sehnsucht, in die Humanmedizin einzutauchen, stetig größer und in der Folge derartig fassbar, dass ich kaum noch an etwas anderes denken konnte. Nach der vielen Zeit des Wartens pulsierte der Drang förmlich in meiner Brust und wurde mit jedem Tag größer. Natürlich hatte ich anschließend an meine Rückkehr nach Deutschland optimistisch versucht, auf eigene Faust meine Wissenslücken mit Büchern und Online- Tutorien auszumerzen. Aber am Ende stand eine herbe Niederlage, die gemeinsam mit vielen offen gebliebenen Fragen lachend mit dem Finger auf mich zeigte und mir einmal mehr verdeutlichte, dass ich „alter Schuster“ doch lieber bei meinen Leisten bleiben solle. Aber so schnell lasse ich mich nicht kleinkriegen! Wer mich kennt weiß, dass ich mich nicht schnell entmutigen lasse. Ich musste andere Register ziehen. Einige Recherchen im Internet später, sah ich schließlich ein Licht am Ende des Tunnels und die Vorteile eines Präsenzseminars zur Auffrischung der naturwissenschaftlichen Grundlagen lagen schlußendlich klar auf der Hand:

Für naturwissenschaftlich Interessierte
Du bist Dir nicht zu 100% sicher, ob Du einen medizinischen oder lieber einen anderen naturwissenschaftlichen Weg einschlagen willst? In dem Propädeutikum kannst Du Dir einen Überblick über die Kernfächer verschaffen und Dir klar werden, welche Disziplin Dir am meisten Spaß macht.
Für "frischgebackene" Abiturienten
Gerade eben aus der Schule raus, aber wie die Zeit bis zum Studium sinnvoll überbrücken? Oder möchtest Du Dein Glück über den TMS oder MedAT versuchen? Das Propädeutikum bietet dir eine tolle Möglichkeit, vorab einen Überblick von den Fächer zu bekommen, die Dich im Medizinstudium erwarten werden. Du erhältst eine erste Einsicht in Anatomie, Physiologie und Biochemie ohne, dass Dir hierbei wertvolle Wartezeit verloren geht. Außerdem werden theoretisches Grundwissen mit Praxisübungen und Lösungsstrategien verknüpft, damit Du fit bist für den Medizin-Eignungstest TMS und MedAT.
Für „Wartezeitler“
Die letzten Schultage liegen schon einige Jahre zurück und Du hast das Gefühl es wird Zeit, Deine leicht ergrauten Gehirnzellen mal wieder auf Trab bringen? Im Propädeutikum bist Du gut aufgehoben, denn hier kannst Du  fehlende und vergessene Grundlagen ganz einfach wiederholen und und festigen.

Ich habe dringenden Nachholbedarf, in den Fächern, für die ich -sagen wir mal- als 17jähriges freches Früchtchen sehr wenig Begeisterung aufbringen konnte. Heute ist diese Einstellung für mich nur mit Mühe und Not nachvollziehbar. Kaum sind die entsprechenden Internetseiten aufgerufen, kann ich es schon beim Durchforsten möglicher Anbieter, kaum Abwarten endlich mit dem Lernen zu beginnen. Die Angebote medizinischer Vorsemester lassen sich an zwei Händen abzählen. Hinzu kommt, dass nicht jeder Anbieter Zweigstellen besitzt, sodass manch einer wohl notgedrungen ein Unternehmen in nächster Nähe wählen muss, wenn er nicht zusätzliche Kosten für Unterkunft und Verpflegung in einer anderen Stadt verursachen möchte. In diesem Fall habe ich großes Glück, denn meine Familie und Freunde sind großzügig über Deutschland verstreut, sodass ich bei meiner Suche keinerlei Rücksicht nehmen muss auf den jeweiligen Veranstaltungsort. Ich verschaffe mir einen Überblick über alle in Frage kommenden Fortbildungskurse, vergleiche deren Inhalte und Preise und werde tatsächlich noch am selben Nachmittag fündig!

Zu guter Letzt fällt meine Wahl auf IFS Studentenkurse.

Abgesehen davon, dass das Institut von Dr. Rampitsch die führende private Bildungseinrichtung für Studierende im deutschsprachigen Raum ist, hat man die Möglichkeit sein Propädeutikum in Frankfurt, Hamburg, Köln, München oder Stuttgart zu buchen. Die Chance einen Platz in seiner Nähe zu finden ist damit größer als bei anderen Anbietern, genauso wie die Palette der angebotenen Ausbildungen, denn nicht allein zukünftige Medizinstudenten kommen hier auf Ihre Kosten. Bei IFS Studentenkurse kann man neben TMS/ MedAT- Erfolgspackages und Vorsemester in Medizin, welche den Einstieg an sämtlichen europäischen Universitäten erleichtern, außerdem Vorbereitungskurse spezialisiert auf Aufnahmetests für das Psychologiestudium an österreichischen Universitäten buchen. Für mich als „Wartezeitler“ und seit kurzem darüber hinaus „stolzes Nordlicht“, kommt natürlich ausschließlich das 4,5-monatige Propädeutikum am Hamburger Institut in Frage. Aber ebenso bei jüngeren Semestern dürfte dieses Seminar auf Interesse stoßen, denn in dem Komplettpaket sind neuerdings neben dem Sammeln erster theoretischer und praktischer medizinischer Erfahrungen auch Gutscheine für je eine TMS- und eine MedAT-Testsimulation inkludiert. Mal sehen, ob ich mich zu einem kleinen Wissenstest hinreißen lasse.

Ein nicht unwichtiger Aspekt für meine finale Entscheidung bei der Vorauswahl war darüber hinaus die Tatsache, dass der Lehrgang am Abend stattfindet. Jemand wie ich, der tagsüber aus zweierlei Gründen verhindert ist, kann somit sinnvoll die Abendstunden nutzen, um sich auf das Medizinstudium vorzubereiten. Für mich mehr als ein Fingerzeig, weil ich über Tag die Zeit benötige, um mein Pflichtpraktikum zu absolvieren und zu arbeiten, damit ich am Ende des Monats nicht in den roten Zahlen stehe. Vorgesehen sind drei Vorlesungseinheiten pro Woche mit insgesamt 300 Unterrichtseinheiten. Da der Unterricht von montags bis donnerstags an zwei bis drei Abenden (jeweils abwechselnd Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Dienstag, Donnerstag) von 17:00 – 21:15 Uhr sowie jeden zweiten Samstag von 10:00 – 17:30 Uhr stattfindet, habe ich an den anderen Nachmittagen Zeit zu lernen und mich auf die Ausbildung vorzubereiten. Perfekt!

Auf geht’s zum Informationsabend!

Nach nun mehr 21 Monaten und 21 Tagen Weltreise, unbezahlbaren Eindrücken und Erfahrungen später, finde ich mich beim Informationsabend für das Vorsemester Medizin wieder und fühle mich einfach wunderbar mit dieser Entscheidung. Schon beim ersten Kennenlernen wird klar, dass ich nicht unter die Wölfe geraten bin. Binnen weniger Minuten fühle ich mich umgeben von Gleichgesinnten und mein Herz schlägt höher bei dem Gedanken daran, diesen Schritt wirklich gewagt zu haben. Es ist egal wie alt Du bist und warum Du heute hier sitzt anstatt im Hörsaal Deiner Wunschuni: Uns alle vereint die unsterbliche Hoffnung, endlich Medizin studieren zu können und jeder Einzelne ist bereit, aktiv und mit Nachdruck etwas für die Erfüllung seines – nein unseres- Traumes zu tun. Einige Interessenten schauen sich gespannt um, aber statt kühler oder abschätziger Musterung der Teilnehmenden untereinander, sieht man hier herzliche Begrüßungen und erfreut sich am zaghaften Beschnuppern und kleinen Small Talks. Punkt 17.30 Uhr verstummt das Raunen im Raum fast auf Knopfdruck und die neugierigen Blicke aller Anwesenden richten sich peu à peu nach vorn. Frau Geiger, Produktmanagerin der IFS Studentenkurse, betritt das Klassenzimmer in der Poststraße 51 und beginnt damit, sich und das Konzept des Vorsemesters vorzustellen.

Natürlich kommen wir ziemlich schnell auf die Gründe und Vorteile für das Buchen des Kurses zu sprechen, aber ich denke hierin sind wir uns alle einig, dass diese durchweg nur positiv sein können. In den anschließenden Erläuterungen zum Fächeraufbau und den jeweiligen Inhalten, wird uns versprochen, dass unser Grundlagenwissen in den naturwissenschaftlichen Fächern aufgefrischt und vertieft werden wird. Der Unterrichtsstoff aus Mathematik, Biologie, Chemie und Physik ist so aufgebaut, dass auch Interessenten mit einem Kenntnissstand einzig aus Grundkursen oder gar mit abgewähltem Unterrichtsfach, nahtlos und ohne Probleme den Stoff aufholen können. Im Abitur hatte ich lediglich mit Latein, Psychologie sowie Biologie Leistungskurs die ersten Steine meiner medizinischen Laufbahn gelegt. Die übrigen Disziplinen blieben folglich auf der Strecke. Umso wichtiger ist mir die Perspektive, vorhandene Lücken im naturwissenschaftlichen Aufgabenfeld, die vor allem durch Abwählen von Chemie in der Oberstufe entstanden sind, auszugleichen. Und ob Ihr es glaubt oder nicht: Ich freue mich schon riesig darauf, dass Periodensystem im Schlaf rauf und runter beten zu können.

Es wird Zeit, Farbe zu bekennen.

Genug von der Theorie! Kommen wir zu den handfesten Argumenten ein Propädeutikum zu besuchen. Hört man sich im Verwandten- und Bekanntenkreis um, zeichnen sich relativ schnell zwei Lieblingsfächer am Medizinerhimmel ab. Die Halbgötter in Weiß in meinem unmittelbaren Wirkungskreis, empfanden in der Mehrzahl der Fälle Anatomie und medizinische Psychologie als besonders ansprechend, weil sie in den Vorlesungen „erstmals das Gefühl hatte(n) Medizin zu studieren“. Natürlich ist es von den persönlichen Vorlieben abhängig, welches Fach man denn nun am meisten bevorzugt und, ob es überhaupt ein solches gibt. Manch einer will oder kann sich in der Vorklinik vielleicht gar nicht festlegen. Am Ende führen alle Wege nach Rom und ich habe bisher keinen Arzt kennengelernt, der Anatomie nicht sehr lehrreich und nützlich fand.

Ich persönlich fiebere am meisten den praktischen Lektionen entgegen. IFS Studentenkurse bietet neben den vielen theoretischen Einheiten auch praktische Übungen an, wie beispielsweise das Erlernen von Abhörtechniken, Urinmessung und Blutuntersuchungen. Beim Informationsabend selbst wurden die Untersuchungen von Tierpräparaten bloß nebenbei erwähnt, tatsächlich saß ich aber ab diesem Moment grinsend wie ein Primeltopf in der zweiten Reihe meines zukünftiges Vorlesungsraumes und beschloss, noch am selben Abend den Kurs final zu buchen.

Gesagt, getan!

Nachdem sich der Informationsabend dem Ende neigt und alle offenen Fragen geklärt wurden, steige ich auf meinen Drahtesel und lasse mich im nur allmählich abklingenden Glückstaumel nach Hause tragen. Meine Füße treten in die Pedale fast wie von selbst. Mein Kopf ist leer vor Glück. Zwanzig stürmische Minuten später, komme ich atemlos in meinen eigenen vier Wänden an, schwinge mich beflügelt an den Rechner und mache den ersten Schritt in mein neues Leben. Der Kurs startet bereits in den kommenden Tagen und was ich dort erlebe, könnt Ihr hier nachlesen.

Ich freue mich auf Euch.

Bis bald,

Eure Nele

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